Unwort des Jahres 2016 “Volksverräter"
Unwort Bilder  Ansichten von zehn Fotografen zum Unwort des Jahres
Unwort Bilder  Ansichten von zehn Fotografen zum Unwort des Jahres
Unwort Bilder  Ansichten von zehn Fotografen zum Unwort des Jahres
Immer im Januar steigt die Anspannung bei zehn Darmstädter Fotografen, denn dann wird das Unwort des vorherigen Jahres von Sprachwissenschaftlern ausgewählt.Gemeint sind, laut offizieller Definition, »Wörter und Formulierungenaus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen«. Es geht also nicht um schludrigen Sprachgebrauch, sondern um unsere Gesellschaft, die sich durch die Sprache offenbart. Wenn dieses Unwort aber Verhältnisse entlarvt, muss es sich auch, so die acht Darmstädter, gut abbilden lassen. Und so entsteht jedes Jahr aufs Neue eine Fotoausstellung zu vorgegebenem Thema. Unabhängig von der Unwort Jury, von Geldgebern oder Medien. Jeder Fotograf präsentiert zwei Arbeitenmit denen er oder sie das Unwort des Jahres visualisiert.
Idee, die
Un|wort, das; unschönes, unerwünschtes Wort (vgl. Duden) Schon im Wörterbuch der Brüder Grimm sei ein „Unwort“ als „böses, beleidigendes Wort“ beschrieben. Es gibt keine per se ‚bösen Wörter‘.Aber es gibt Einstellungen, Absichten und Situationen, die ein Wortbelasten. Wer die Sprache kritisiert und die Sprecher schont, schlägt ebenfalls nur den Sack anstelle des Esels.Es sei die Haltung, die ein „Unwort“ hervorbringe. Dieses zeichnet sich durch grobe Verzeichnung der Realität und darin womöglich noch durch Verletzung der Menschenwürde aus. Zitate von Germanistikprofessor Horst Dieter Schlosser,Stern online am 18.01.2005
 "Alternativlos"
"Betriebsratsverseucht"
Archiv, das
"Entlassungsproduktivität"
 “Lügenpresse"
"Notleidende Banken"
"Opfer Abo"
"Humankapital"
"Herdprämie"
"Döner-Morde"
 “Gutmensch"
"Freiwillige Ausreise"
www.andreaszierhut.de
www.stefandaub.de
www.abrecht-haag.de
Manfred Nerlich
www.jens-steingaesser.de
www.juliaessl.de
www.rahel-welsen.de
Fotografen, die
Jens Mangelsen
www.sebastian-reimold.de
www.janehlers.net
„Lügenpresse"
„betriebsratsverseucht"
„Notleidende Banken"
„Opfer Abo"
Presse, die
„Dönermord"
Kontakt, der
Unwort-Bilder e.V. Steubenplatz 12 64293 Darmstadt für Fragen und Anregungen, bitte hier klicken
Unwort des Jahres 2015 “Gutmensch"
zu den Fotografien
Pressemitteilung der JuryDas Wort „Gutmensch“ ist zwar bereits seit langem im Gebrauch und wurde auch 2011 schon einmal von der Jury als ein zweites Unwort gewählt, doch ist es im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema im letzten Jahr besonders prominent geworden. Als „Gutmenschen“ wurden 2015 insbesondere auch diejenigen beschimpft, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren oder die sich gegen Angri e auf Flüchtlingsheime stellen. Mit dem Vorwurf „Gutmensch“, „Gutbürger“ oder „Gutmenschentum“ werden Toleranz und Hilfsbereitschaft pauschal als naiv, dumm oder weltfremdes Helfersyndrom di amiert. Der Ausdruck „Gutmensch“ oriert dabei nicht mehr nur im rechtspopulistischen Lager als Kampfbegri , sondern wird auch hier und dort auch schon von Journalisten in Leitmedien verwendet. Die Verwendung dieses Ausdrucks verhindert somit eine demokratischen Austausch von Sachargumenten. Im gleichen Zusammenhang sind auch die ebenfalls eingesandten Wörter „Gesinnungsterror“ und „Empörungs-Industrie“ zu kritisieren.(Der Ausdruck „Gutmensch“ wurde 64-mal und damit am dritthäu gsten eingesendet.) 
"Lügenpresse halt die Fresse” Mit dieser Parole geht die Pegida aggressiv auf dieStraße, die mit einem Faustschlag vergleichbar ist.Ob die Presse den "Schlag" abbekommt, sie verbreitenur Lügen; oder ob der Mensch den "Schlag" abbekommt, indem er in Hitlers Zeiten zurückversetzt wird.
Julia Essl“Lügenpresse"
Die offene Handhaltung soll dazu auffordern, ohne Gewalt aufeinander zuzugehen, eine friedliche Kommunikation zu wählen.Die Kommunikation zwischen Bürger und Politiker muss besser funktionieren, damit es nicht zu weiteren Pegida Aufmärschen kommen muss, die eindeutig Fremdenhass schüren, der nicht zu unserem Demokratie- und EU-Gedanken passt.
Dass die Presse unterwandert von Parteibüchern, Vereinsmitgliedschaften oder PR Agenturen, mit mangelnder Zeit, Ressourcen und knappen Budgets andauernd liefern muss, hat zur Folge, dass unterdurchschnittliche, reisserische journalistische Arbeiten an die Öffentlichkeit geraten. Diese sind für die pauschal Verurteiler ein gefundenes Fressen. Dass Manche andere Meinungen als Lüge bezeichnen, ist nicht haltbar, ist aber bei Ungebildeten ein normaler Reflex. Wutbürger, die bei der Lektüre zu Ihren Taten feststellen müssen, dass die Medien, denen sie vertrauten, Ihre Taten nicht für gut heissen, kommen sich verkauft und verraten vor.Ungebildet ist in diesem Falle durch »Uninformiert« zu ersetzten. Dass die Presse den Uninformierten , einen Blick über Ihren Tellerrand zeigt und sie bloßstellt, ist für Außenstehende ganz lustig und mutet ein wenig  wie bei „Willkommen bei den Sch´tis“  an - kann aber ganz schnell zu einer dunkeln Zeitreise nach Lichtenhagen oder Mölln werden. Wir müssen aufpassen, dass aus den Uninformierten keine Uniformierten werden, dann wird alles gut. 
Jan Nouki Ehlers “Die Wahrheit liegt in der Mitte"
Bei journalistischen Berichterstattungen liegt immer auch eine Eigenverantwortung bei dem Leser.  Denn der Mensch ist nicht objektiv , sondern geprägt und somit subjektiv.Das gilt für den Sender und den Empfänger.Somit sollte man sich als mündiger und selbständiger Endverbraucher , ähnlich wie bei einer etwas komplexeren Arztdiagnose,mehrere Konsultationen, Interpretationen und Folgeschlüsse einholen und nicht nur konsumieren. Das Selbstportrait „ In der Mitte liegt die Wahrheit “ visualisiert durch Spiegelungen der rechten bzw linken Gesichtshälften, dass Meinungen oder Berichterstattungen oft nicht beide Seiten eines Ereignisses darstellen können.Das fängt bei der roten Karte im Fussball an, über den von einer Seite zum Helden stilisierten Kämpfer und geht bis zu internationalen Krisen.
Albrecht Haag "Lügenpresse"
Bei diesem bereits als historisch bezeichneten Foto (bzw. Pool von Bild-Serien) lief einiges schief.So auch, dass die In- szenierung schon am nächsten Tag als solche bekannt wurde und mit Sicherheitsaspekten und »die Geste zählt« entschuldigt wurde.Ich vermute, es ist genau diese Art von Manipulation und die unnötige Komplizenschaft der Foto-Kollegen, die das dumpfe Gefühl unterstützen, es gäbe so etwas wie eine allgemeine Lügenpresse. 
Der Abstand zwischen Wahrheit und Lüge beträgt in diesen Fall etwa 1.500 m. Der gemeinsame Trauermarsch der Politiker am 11. Januar in Paris wurde als »am Kopf des Zuges« publiziert. Die große Demonstration fand am Place de la République statt. Etwas weiter entfernt (1.500 m) haben die Politiker Ihren Marsch inszeniert. Die Kameramänner und Fotografen-Kollegen haben sich soweit wohl an das Briefing gehalten und die Inszenierung der überschaubaren Gruppe aus Politikern und Sicherheitsleuten nur aus Augenhöhe gezeigt bzw. entsprechende Ausschnitte gewählt. 
Christoph Kelz "Lügenpresse"
Sicherlich nutzen die meisten Journalisten dieses Recht, um nach bestem Wissen zu berichten. Dabei werden sie, bedingt durch die Komplexität der Wahrheit, immer auch Dinge außer Acht lassen und die Wahrheit reduziert darstellen. Damit verschleiert Presse  natürlich Aspekte von Wahrheit, so wie sie gleichermaßen die Sinne für andere Aspekte der Wahrheit öffnet (Bild 2).Und: Liegt es nicht auch ein ganzes Stück am Individuum/Leser selbst, sich umfassend zu informieren, möglichst viele Perspäktiven zu sammeln,um dann für sich entscheiden zu können, was für ihn Wahrheit ist? Das Wort „Lügenpresse“ ist ein, durch die Zeitgeschichte hindurch, immer wieder auftauchender Begriff. Er wertet ab und bezichtigt Berichterstattung der Lüge -  Doch ist es nicht einfach das Bedürfnis des Anklagenden, seine Individuelle Wahrheit an genau diese Stelle zu rücken, statt Wahrheiten nebeneinander zu dulden oder gar Perspektiven zu erweitern oder zu ergänzen?Vielleicht ist die Wahl des Begriffes als Unwort ein positiver Schritt, um die Augen und Ohren diesbezüglich zu öffnen und darüber zu kommunizieren!
Gibt es die objektiv beschreibbare „Allgemeine Wahrheit“? Wohl kaum. Sie ist i.d.R. subjektiv und von den verschiedensten individuellen Faktoren des Betrachters (Blickwinkel, Zeitpunkt, Zeitgeschehen, Verfassung..) abhängig. Jemand, der die Erde aus der Ferne betrachtet, mag sie wie ein kleiner Ball erscheinen. Wer mit den Füßen auf ihr steht, dem wird sie unendlich groß erscheinen.  Für einen wahrheitssuchenden Menschen kann es nur darum gehen, möglichst viele dieser „Teilwahrheiten“ zu sammeln, um sie dann zu einem Mosaik zusammenzufügen und daraus die eigene, möglichst umfassende Wahrheit zu entwickeln.  In Deutschland herrscht Pressefreiheit.„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten...“.
Eine Eisscholle. Ein kuscheliges, weißes Robbenbaby mit dunklen Kulleraugen. Eins, zwei, drei kräftige Schläge mit einem Knüppel. Das Robbenbaby geht vor den Augen seiner Mutter elend zugrunde, damit die Pelzindustrie den Reichen und Schönen ein neues Statussymbol verkaufen kann. In den 80er Jahren gingen diese Bilder um die Welt.  Großflächig an die Presse verteilt, wurde diese Greenpeace-Kampagne gegen das Abschlachten von Robbenbabys in der Arktis zu einem weltweiten Erfolg. Die PR-Aktion zielte gegen den kommerziellen Robbenfang in Kanada. Die Presse sprang auf den fahrenden Zug auf, und stempelte die Robbenjagd als generelle Tierquälerei ab. Die öffentliche Meinung war geprägt von Schlagzeilen und einseitigen Bildern.
Die Jäger der Inuit, die zur Versorgung ihrer Familien und Schlittenhunde auf Robbenfleisch und die Nebeneinkünfte aus dem Verkauf der Felle angewiesen waren, fanden in dieser verkürzten und undifferenzierten Berichterstattung keinen Platz. Ihre Existenzberechtigung als Jäger - und damit Ihr Stolz - war innerhalb kürzester Zeit zerstört. Damals von Greenpeace defamiert, stehen sie noch immer als Tierquäler am Pranger. Zudem ist die Nachfrage nach Ihren „nachhaltig“ gejagten Fellen komplett eingebrochen. Tobias Ignatiussen ist einer der letzten Jäger in Ostgrönland. Neben seiner Tätigkeit als Guide kann er seine Familie und Schlittenhunde noch mit der Robbenjagd versorgen. Der Großteil der ehemaligen Inuit-Jäger lebt heute aber ausschliesslich von Sozialhilfe. Alkoholismus, häusliche Gewalt und eine der höchsten Selbstmordraten der Welt sind zur Normalität geworden. Ein Kollateralschaden einer (fast) perfekten Medienkampagne.
Jens Steingässer
Auf der einen Seite verschanzen sich die PEGIDA-Aktivisten hinter dem Wort "Lügenpresse" und entziehen sich so jeder Diskussion. Auf der anderen Seite werden dienliche Presse-Artikel gerne als Untermauerung für eigene Hass-Tiraden verwendet und auf den Montags-Demos als Schilder triumphierend vor sich hergetragen. 
Rahel Welsen “Die Opportunisten."
Das Wort "Lügenpresse" ist weder eine Auseinandersetzung mit der Wahrheit, noch mit der Medienlandschaft. Undifferenziert eingesetzt und auf den PEGIDA-Demonstrationen als Kampfruf skandiert, wirkt die Diffamierung in zweierlei Weise: Erstens werden unliebsame Weltbilder ausgehebelt, zweitens muss sich PEGIDA Kritik an eigenen Positionen nicht stellen - "Lügenpresse" steht wie ein Schutzschild vor der Meute. Der Begriff greift schon vor einer Auseinandersetzung - egal, was die anderen zu sagen haben, egal wie unreflektiert die eigenen gesellschaftlichen Analysen sind: "Lügenpresse" verweigert das Verständnis, verweigert Austausch und erschlägt Gegenargumente.  Wir schreiben das Jahr 2551: In einem langen evolutionären Prozess ist biologisch manifest geworden, was in den Demonstrationen 2014/15 nur herausgeschrien werden konnte. Die Welt ist endlich geteilt  in Rechthaber und Zuhörer. Leider ist immer noch nicht bekannt, was PEGIDA will.
Andreas Zierhut “Homo silentius - Homo normalus"
Presse, die
Idee, die
Fotografen, die
Julia Baumann EndFragment
Kontakt, der
Archiv, das
Frauen raus aus der Opferrolle !?!Eindeutig?Die Medien projizieren die bösartige Frau, die eine Opferrolle vortäuscht, doch wie sieht die Wahrheit aus?Wie können wir noch zwischen Realität und Fiktion unterscheiden, wenn jeder Frau laut Jörg Kachelmann ein Opfer-Abo in die Wiege gelegt sei?Dadurch wird die tatsächliche Vergewaltigung verharmlost und die Glaubwürdigkeit noch mehr angezweifelt.In wie vielen Fällen sind es die Männer, die der Frau die "Hörner" aufsetzen, ihr Vortäuschung unterstellen?Meine Botschaft geht an all die Frauen, die sich nicht öffentlich zeigen, sich in Verschwiegenheit quälen, obwohl sie einer sexuellen Gewalttat zum Opfer gefallen sind:Habt den Mut zur Wahrheit und Gerechtigkeit!
Stefan Daub EndFragment
„Coram iudice et in alto mari sumus in manu Dei.“  Römische Juristenweisheit „Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand.“ Diese “Juristenweisheit” transportiert für mich auch heute noch ganz aktuell ein Gefühl von Machtlosigkeit. Offensichtlich wussten man schon im alten Rom um die Ohnmacht des Einzelnen vor der richterlichen Gewalt. Eben diesem Gefühl sehen sich Beschuldigte wie Beschuldiger vor Gericht ausgesetzt. Die Justiz spricht Recht, nicht Gerechtigkeit, sodass dem Falschbeschuldigten nur die Hoffnung bleibt “da unversehrt wieder herauszu- kommen”. Zugleich kann kein Opfer darauf vertrauen, dass das erfahrene Unrecht auch geahndet wird. Wo Richter, Presse, Medien und die öffentliche Meinung zur Naturgewalt werden ist der Einzelne ausgeliefert und kann nur auf Gerechtigkeit hoffen, egal ob er auf der Anklagebank sitzt oder Opfer ist. EndFragment
Jan Ehlers EndFragment
Die Verallgemeinerung, Phrasen und "Wir" schaffenden Polarisierungen der Presse, schafft in Ihrer Umsatzeuphorie die seltsamsten Blüten.Die gesamte Gesellschaft wird mit falschen Stimmungen gelenkt. "Wir armen Deutschen" " Wir die Arbeitspferde der EU - die faulen Griechen , die Siesta Spanier etc. " Das Lebensgefühl einer gesamten Kultur wird von ein paar findigen, pauschalisierenden Sloganerfindern gelenkt. Wir sind Opfer, wir alle wurden überfallen, vergewaltigt und ausgenutzt - Täter sind nur einzeln und auf die kann man gut zeigen. Diese Kampagnen sind ein Schlag ins Gesicht der echten Opfer. Eine Medienlandschaft die unkritisch jeden Vorwurf , jedes Geschmäckle publiziert und auf Umsatz hofft ist der eigentliche Täter. Verurteilen sollten Gerichte und keine Journalisten die Verkaufszahlen im Nacken haben.Diejenigen die sich durch Falschaussagen in die Reihe der echten Opfer von schrecklichen Verbrechen stellen, sollten sich bewusst sein das sie die wahren Opfer ausnutzen und sich schuldig machen daran das echte Opfer nicht ernst genommen werden.Diejenigen die durch stimmungsmachende Berichterstattung voreilig in eine Richtung schiessen sollten sich bewusst sein, das sie auch Verbrechen begehen. Wir sind Opfer - wir sind Papst. Alle berechtigten Kritiken an der Kirche - z.B Aufklärung, HIV, der radikale Pius Orden ect werden in der gefühlten "Wir sind Papst" Besoffenheit der selbstzufriedenen Presse vergessen.Wir sind Papst. Klingt doch so schön. Und er ist so ein guter Papst, wir sind so gut, es klingt nach so einer schönen Geschichte-  Ende gut alles gut.  Bild Nr 1: Wir sind Opfer.      Bild Nr 2: Wir sind Opfer. IIEndFragment
Grundgedanken:  Opferabo- wie kann so ein Wort entstehen?  Lassen wir die ganze Geschichte im Detail weg, es interessiert ausschliesslich das Wort und sein Ursprung. Ob es gerechtfertigt ist oder nicht, das ist ein Sachverhalt, der hier nicht wichtig ist.Es ist zu einfach auf Jemanden zu zeigen der am Ende eine Dramas etwas sagt, was nicht wertfrei ist, sondern aus persönlicher Verbitterung und Wut gesagt wurde.Frauen haben ein Opferabo, dies ist natürlich nicht wahr und diffamierend. Aber was steckt hinter dieser Aussage ? Wie kann es soweit kommen ?  Es stellen sich folgende Fragen : Ist es nicht zu einfach mit dem Finger auf den letzten Fehler zu zeigen, der sich in einer langen Kette von Ereignissen befindet?Es gibt in der Entstehungsgeschichte des Unwortes keine klaren Täter Opfer Abgrenzungen. Kein schönes Märchen Klischee in dem wir ganz klar böser Wolf und holde Jungfrau positionieren können. Jeder hat Dreck am Stecken, die Geschichte ist traurig und erschütternd. Das Problem an den verzwickten Sachverhalten ist die Rolle der Aussenstehenden. Derjenigen die die Öffentlichkeit beeinflussen und Diejenigen die es aufnehmen. Die Presse hat sich durch undifferenzierte stimmungsmachende Berichte in ihrer ewigen Suche nach Täter Opfer als Richter und Henker betätigt. Die unkritische Leserschaft hat dankbar den nächsten Skandal in sich aufgesogen und sich an Verleumdung, Betrug, Verrat und Verbrechen gelabt. Sex and Crime sells - die uralte Formel zieht- so billig  sie auch ist, auch in unserer "gebildeten" Gesellschaft . EndFragment
Es gibt keine wissenschaftlich belegten Zahlen, welcher Anteil der angezeigten Vergewaltigungen in Wirklichkeit Falschbeschuldigungen sind. Das Spektrum reicht von 3 – 80 %. Fakt ist, dass es sie gibt. Die Selbstverständlichkeit menschlicher Fehlbarkeit – auch auf Seiten der Ermittlungsbehörden und Justiz – erfordert umso mehr die Unschuldsvermutung für alle Beteiligten.Dass das im Einzelfall nicht immer so ist, beschreibt das Wort Opfer-Abo recht zutreffend. EndFragment
Albrecht Haag EndFragment
Etwa 7.700 Personen pro Jahr in Deutschland sind durch Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung ( je nach Schätzung der Dunkelziffer auch mehr) der zynische Beleg für den Begriff Opfer-Abo. Zu etwa 90% sind die Opfer weiblich.Quellen: Wikipedia, Statistik des BKA für 2010 EndFragment
Durchschnittlich wird etwa jede Stunde in Deutschland ein Mensch vergewaltigt oder Opfer schwerer sexueller Nötigung. Überwiegend sind die Opfer Mädchen und Frauen.Oft kennen Sie den Täter.Selten zeigen sie ihn an. Aus Scham – und auch aus Angst, man würde ihnen nicht glauben. EndFragment
Sie kannte ihn schon länger.Irgendwann oder von Anfang anhatte er sie betrogen.Aber er war nie gewaltätig. Dann war er weg.Etwas in ihr war gestorben.Sie erfand diese Geschichte.Man glaubte ihr. EndFragment
Die Frau -als Täter- sitzt bei der Waffe der  (auf Basis von Macht, Geld oder Rache motivierten) Falschbeschuldigung mit erfundenen sexuellen  Gewalttaten eindeutig am längeren Hebel als der Mann (so Vorurteile bedienend wie:  Frau schwach - Mann stark Frau Opfer - Mann Täter Frau gut - Mann Böse). Den gedemütigten und verletzten Frauen aber, Opfer  realer und bösartiger sexueller Gewalt,  traumatisiert, seelisch gebrochen und vielleicht  unfähig noch zu lieben oder Frau zu sein,  muss  die Zuschreibung eines „Opfer-Abos“ an ihr Geschlecht wie blanker Hohn erscheinen.  EndFragment
Christoph Kelz EndFragment
Dem kleinen Anteil der Täterinnen („Opfer“),  welche durch das Instrument der Falschbeschuldigung ganze Existenzen und Leben zerstören, und mit dem tatsächlichem Opfer („Täter“) und der beteiligten Justiz wie mit einem  Kasperletheater umgehen können, steht der viel größere  Anteil von  Opfern realer sexueller Gewalt gegenüber, welche  vielleicht sich schämend, ängstlich und sich alleingelassen fühlend, gefangen in  einem Netz aus Verletzungen und Vorurteilen, nicht die Kraft finden sich wehren oder überhaupt mitteilen zu können. EndFragment
Jens Steingässer EndFragment
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Rahel Welsen EndFragment
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Andreas Zierhut EndFragment
Worum geht es hier eigentlich?mal überlegen:Döner haben keine Meinung, Döner haben keine Rechte, Döner haben keine Persönlichkeit, Döner haben keine Seele, Döner haben keine Angst, Döner haben kein Gewissen, Döner haben keine Familie, Döner gründen keine Familie, Döner haben keine Gefühle, Döner hinterlassen niemanden, Döner lieben nicht, Döner haben keine Schmerzen, Döner weinen nicht, Döner lachen nicht, Döner vermissen nicht, Döner gehen nicht zur Arbeit, Döner haben keine Erfolge, Döner kennen keine Niederlagen, Döner haben keinen Stolz, Döner haben keine Ehre, Döner haben keinen Willen, Döner haben keinen Glauben, Döner haben kein Herz, Döner leiden nicht, Döner schlafen nicht, Döner haben keinen Hunger, Döner haben keinen Durst, Döner können nicht um Hilfe schreien, Döner sind nicht gewalttätig, Döner empfinden keinen Hass, Döner werden nicht bedroht, Döner werden nicht ermordet, Döner werden nicht begraben.Aber: Döner passen in eine Schublade! Also: Worum geht es hier eigentlich? EndFragment
Medien sprachen von den "so genannten Döner Morden";aber von wem wurden sie denn so genannt?Wo liegt der Ursprung dieses Ausdruckes.Greift die Presse die latente Fremdenfeindlichkeit der Gesellschaft auf oder erschafft sie sie?Was war zuerst da? "An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihntun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern." Erich Kästner
Döner MordeUnwort des Jahres 2011
Kurze Sätze! Prägnant! Griffig! Schlagzeile! Verkaufen! Reduzieren! Schubladendenken! Mundgerecht! Nix Denken! zu Kompliziert! Wesentlich! besser Verständlich! Jeder muss kapieren! Macht! Meinung! Meinung machen! Moral Ethik! Türke - Döner. Klar? German - Kraut. ok ? Franzose - Frosch. Klar? Politiker - Arschloch. Klar? Promi - Schicksal. Klar? Arschloch oder Opfer - Wir entscheiden. Nachrichten werden zu mundgerechten Happen reduziert. Jeder soll es schlucken ohne nachzudenken - die Schlagzeile funktioniert nur mit Vereinfachung, Reduzierung, Schubladendenken und Vorurteilen. So kommen Wortkonstrukte wie Dönermorde zustande. Wir haben nur 2 Nachrichten - SCHWARZ oder WEISS jeden Tag - nur die Überschrift ist verschieden. Der nächste Tag kommt die nächsten Schlagzeilen kommen...die Nachricht bleibt. Ich bin mir bewusst, das ich mit dieser Aussage über den gesamten Journalismus urteile. Denn ich mache den gleichen Fehler - um ihn Euch zu zeigen ! EndFragment
Alias Enver S. Das perfide an den Morden des »Zwickauer Trios« ist die Auswahl der Opfer: »Sie konzentrierten sich dabei auf „unarische“ Männer „im zeugungsfähigen Alter“, wie es in den Notizen heißen soll.« Es braucht wenig, um in das Raster der Täter zu passen. Alias Uwe B. Erschreckend finde ich weiterhin, wie scheinbar normal und eigentlich  unauffällig – rein äußerlich – die Mörder daherkommen. Sicherlich sehe ich mich heute nicht in dieser Rolle – aber ich frage mich,  wo und wie leicht im Lebensweg die Entscheidung zu einer mörderischen Karriere getroffen wird. Und Drittens: Es ist immer wieder der eigene Kopf, der einen in die Falle einer Schublade oder eines Klischees tappen läßt.  Das vorschnelle Einrasten auf die Kategorie »Döner-Morde« ist der verwerfliche Akt dieser Tragödie.  Der fotografische Selbstversuch ist leider keine Lösung für derlei Verstrickungen. Die Herausforderung ist, den Kopf jederzeit und zukünftig für neue Einsichten offen zu halten und nicht in die nächste Falle zu tappen.
Die Entwicklung der Sprache bedeutet einen Meilenstein im Mensch-Sein. Sie ermöglicht es, sich über reale Dinge auszutauschen, Sachverhalte zu erklären und Phänomene zu definieren…vieles bekommt durch verbales Veräußern erst einen Sinn. Jede Medaille hat allerdings bekanntlich zwei Seiten: Sprache funktioniert über die Benutzung von abstrakten Begriffen, die immer nur durch Abgrenzung pauschalisieren können - ohne die ANDEREN kein WIR, ohne LINKS kein RECHTS, ohne DUNKEL kein HELL! Die Wirklichkeit ist jedoch alles andere als - dort gibt es keine Schubladen!
Tatort #9  -  Bild links   Holländische Straße 82, Kassel Hier betrieb Halit Yozgat bis zum 6.4.2006 ein Internet-Café. Er wurde mit zwei Schüssen in den Kopf getötet und starb 21-jährig in den Armen seines Vaters. Den Eltern wurde gesagt, Halit sei in kriminelle Machenschaften verwickelt gewesen.  
Tatort #8  -  Bild rechts   Mallinckrodtstraße 190, Dortmund Hier wurde am 4.4.2006 Mehmet Kubaşik in seinem Kiosk ermordet. Der 39-jährige Familienvater hinterließ drei Kinder. Seine Frau wurde als Verdächtige verhört.  
Der Befehl das Schiff auf der Stelle zu verlassen ließ den Matrosen keine Alternative. Erst zu Fuss, später per Anhalter traten sie ihren Heimweg Richtung Russland an. EndFragment
alternativlosUnwort des Jahres 2010
Im September 2007 traf der Kapitän des russischen Fischtrawlers VIMA eine, für ihn alternivlose Entscheidung. Da er die fällige Hafengebühr in Kirkenes (Finnmark) nicht aufbringen konnte und keinen Rückhalt von Seiten der Rederei erwarten konnte, befahl er seiner Mannschaft zusammen mit ihm das Schiff Hals über Kopf zu verlassen um den lokalen Behörden zu entgehen. So zurückgelassen rostet das Schiff seitdem herrenlos vor sich hin. EndFragment
Sugar Babe Ich habe mir für dich folgenden Tagesablauf ausgedacht ... Die zeitgenössische Sklaverei in der Zwangs- prostitution, nimmt den Opfern jegliche Entscheidung in der Lebensgestaltung. Der vom Unterdrücker erteilte Tagesablauf ist alternativlos. Die Opfer sind völlig fremdbestimmt. EndFragment
Akzeptanz Er hat sie verlassen. Sie sah keine andere Lösung; ich akzeptiere ihre Entscheidung. Nach jedem Suizid werden Stimmen laut die die subjektive Ausweglosigkeit, objektiv bewerten und eine alternative Lösung zum Selbstmord finden. Die Verstorbene wird dann als schwach oder “blind” bezeichnet. Wenn wir akzeptieren, dass es Alternativlosigkeit gibt, dann müssen wir den Freitod in unserer Mitte ebenso annehmen. EndFragment
Unter Hungertod versteht man den Tod durch das Verhungern. Die meisten Menschen versterben hierbei durch den Mangel an fester Nahrung aufgrund einer Hungersnot oder Armut. Über eine Milliarde Menschen hungern weltweit. Darüber hinaus kann der Hungertod auch das von einem Individuum aus freiem Willen gewählte Ergebnis eines Hungerstreiks, der Verwehrung der Nahrungsaufnahme oder der durch Krankheit bedingten Auszehrung sein. Nahrungsentzug kann auch eine Foltermethode sein. Quelle: Wikipedia EndFragment
Zur Aufrechterhaltung seiner Existenz benötigt jeder Mensch Nahrung, Wasser, Luft und (einfache) Kleidung. Existenzbedürfnisse sind lebensnotwendige Bedürfnisse, ohne deren Befriedigung Menschen zugrunde gehen würden oder unter menschenunwürdigen Umständen leben müssten. (Zitat aus: Wirtschaftliches Grundwissen für Natur- wissenschaftler und Ingenieure. Hergen und Birgitt Scheck) Das Verdursten bezeichnet den Tod durch mangelnde Flüssigkeitsaufnahme von Süßwasser. Der Tod tritt durch fortgeschrittene Austrocknung ein. Der tägliche Wasserbedarf eines Menschen liegt bei mindestens ein bis zwei Litern. Ab einem Wasserverlust des menschlichen Körpers von 0,5-3% spürt der Betroffene Durst. Ab 10% kommt es zu Sprachstörungen und unsicherem Gang. Innerhalb von nur drei bis vier Tagen tritt in der Regel der Tod durch Dehydratation ein. Verdursten ist ein wesentliches Problem in Trockenzonen. Verdursten durch Nichtverfügbarkeit von Trink- wasser ist eine lebensbedrohende Gefahr nach (Natur-)Katastrophen wie Überschwemmung, Erdbeben, etc. EndFragment
Alexandra Lechner EndFragment
»Das einzig alternativlose kann nur der Tod sein. Alles was darüber hinaus als derartig deklariert wird, ist eine Ignoranz gegenüber anderen Möglichkeiten, welche immer und allseits bestehen. Eine besondere Form von Alternativlosigkeit ist der Suizid. Er kombiniert die als Realität wahrgenommene gefühlte Alternativlosigkeit (die eigentlich keine ist) mit dem einzig tatsächlich existierenden Zustand derselben: dem wie auch immer erlangten Tod.« EndFragment
alternativlos | Der Tod EndFragment
alternativlos | Das Leben EndFragment
betriebsratsverseuchtUnwort des Jahres 2009
Pandemie 2010 Bundesgesundheitsbehörde stuft Gewerkschaftspandemie zurück auf 0. Durch die länderübergreifende Koordination der Einsatzkräfte konnte eine rasche Mensch zu Mensch Ausbreitung durch den Virus flächendeckend unterbunden werden. Nach § 20 IfSG, 6 des deutschen Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen wurden bereits Zwangsimpfungen durchgeführt. Der letzte flüchtige konta-minierte Arbeitnehmer konnte erfolgreich in die Schutz-quarantäne überführt werden. (siehe Bild) EndFragment
Bild NR 2 Was denn noch ? Kein Kommentar. EndFragment
»Südsee-Bsirske« zwischen den Stühlen Anfang Juli 2008 war Frank Bsirske, Ver.di Gewerkschaftschef und sozusagen Chef-Betriebsrat, gratis 1. Klasse mit der Lufthansa in den Urlaub geflogen. Da Bsirske auch Vize-Aufsichtsratschef des Konzerns ist, stehen ihm Freiflüge zu. Er habe die kostenlosen Tickets bislang ohnehin nur ein, maximal zwei mal pro Jahr in Anspruch genommen. „Eine Obergrenze, die ich mir selbst gesetzt und eisern eingehalten habe“, so Bsirske. Ver.di und den daheim gebliebenen Betriebsräten muss man zugute halten, dass sie dennoch nach gescheiterten Tarifverhandlungen die Lufthansa im selben Monat bestreikten – solange Bsirske 5 Wochen in der Südsee weilte. Danach war Bsirske in die Kritik geraten,weil er als Gewerk-schaftsboss und gleichzeitiges Aufsichtsratsmitglied zwischen den Stühlen sitzt: Lufthansa-Aktionäre hatten ihm vorgeworfen, durch die Streiks dem Unternehmen Schäden in Millionenhöhe einzubrocken. Auf dem Rückflug gab sich der Ver.di-Chef reumütig: „Der Freiflug war ein Fehler! Ich habe daraus aber sofort meine Konsequenzen gezogen: Ich werde nie mehr einen Freiflug nehmen.“ EndFragment
»System Volkswagen« Lustreisen und Bordellbesuche für VW-Betriebsräte Die VW-Korruptionsaffäre ist eine im Juli 2005 bekannt gewordene Bestechungsaffäre. Aus der Firmenleitung des Volkswagen- Konzerns heraus sind Mitglieder des Betriebsrates mit finanziellen Zuwendungen, Luxusreisen und Dienstleistungen von Edel-Prostituierten in Nachtclubs bestochen und in ihren Entscheidungen korrumpiert worden. Der inzwischen pensionierte Werksarzt hatte vor den Reisen den Betriebsräten immer Rezepte für Viagra ausgefüllt, damit VW-Personalmanager K.-J. Gebauer das Mittel in einer Wolfsburger Apotheke besorgen konnte. Am 22.02.2008 verurteilte das Landgericht Braunschweig den ehemaligen VW-Betriebsratsvorsitzenden Klaus Volkert wegen Anstiftung und Beihilfe zur Untreue und wegen Verstoßes gegen das Betriebsverfassungsgesetz zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten. EndFragment
Ich stelle sogleich fest, dass ich nur wenige dokumentierte Fälle von Mißbrauch der Funktion als Betriebsrat finden konnte. Betriebsräte haben sich aber bisweilen, auf Einladung oder auf Kosten des Arbeitgebers, auf Reisen und andere Abwege begeben, die den Betriebs-rat als bestechlich und beeinflussbar erscheinen lassen. Besonders schön fand ich jene zwei Fälle: EndFragment
Danke für die Unterstützung an Frank Herrmann, DGB Region Südosthessen, und Jürgen Planert, DGB Region Südhessen. EndFragment
“Als sicher größten Erfolg kann man werten, dass wir es als Betriebsräte eines Automobilzulieferers im letzten Jahr geschafft haben, ohne betriebsbedingte Kündigungen am Standort Maintal durch zu kommen.  Auch einen kleineren Standort in Maintal, der in den Osten Europas verlagert werden sollte, konnten wir erhalten; die Übernahme aller Azubis in den letzten Jahren wurde gewährleistet, etc.” Klaus Ditzel, Betriebsratsvorsitzender NORMA Germany GmbH, Maintal EndFragment
Ein “rotes Tuch” symbolisiert eine Sache, die jemanden sehr ärgert oder provoziert, oder jemanden der einen sehr wütend macht, im Sinne von “Der ist für mich wie ein rotes Tuch!”. Ist der Betriebsrat per se ein rotes Tuch für jeden Unternehmer und damit der Auslöser für diese so genannte BR-Seuche? Bei der Suche nach Bildern zum Unwort 2009 stellte sich mir die Frage, ob es nicht auch gelungene Projekte und erfolgreiche Zusammenarbeit von Betriebsrat und Unternehmern gibt? Wo findet Dialog und Auseinandersetzung statt, deren Ergebnis für Arbeiter und Unternehmen zum Positiven führt? EndFragment
“Ich würde als meinen schwersten Kampf die Verteidigung der errungenen Sozialleistungen bezeichnen. Größter Erfolg ist, dass wir ab diesem Jahr Langzeitkonten eingeführt haben, mit der Möglichkeit, dass die älteren Jahrgänge ‘subventioniert’ werden. Somit haben auch diese eine Chance, signifikant Zeit anzusparen, um früher aus dem Arbeitsleben zu treten. Crocifissa Attardo, Betriebsrat Darmstadt, Merck KGaA EndFragment
»Die seit 2008 anhaltende Wirtschaftskrise lässt deutsche Unternehmen zu immer neuen Mitteln greifen. Das durchschnittliche HUMANKAPITAL* der Belegschaft soll mit Hilfe einer erhöhten ENTLASSUNGSPRODUKTIVITÄT** gesteigert werden, um möglichst viele Effizienz mindernde Arbeitnehmer zur FREIWILLIGEN AUSREISE*** aus Ihren Arbeitsverhältnissen zu bewegen. (Die HERDPRÄMIE**** hat hierbei einen positiven Einfluss, viele Arbeitsunwillige nehmen diese in Anspruch.) Da besonders die NOTLEIDENDEN BANKEN***** die wirtschaftliche Existenz einzelner Unternehmen derart gefährden, greifen erste Unternehmen zu neuartigen Mitteln. Die Belegschaft wird systematisch durchleuchtet, neben der Online-Observation kommen mittlerweile auch Nackt- scanner am Arbeitsplatz zum Einsatz, so dass z.B. BETRIEBSRATVERSEUCHTE Angestellte zügig erkannt und aussortiert werden können. Auf diese Art und Weise versprechen sich die Unternehmen eine Reduzierung ihrer Arbeitnehmerschaft bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität. “Weniger Angestellte mit weniger Mitspracherecht gleich mehr Produktivität!” bringt es ein Unternehmer, der nicht namentlich genannt werden will, auf den Punkt.« * Unwort des Jahres 2004 ** Unwort des Jahres 2005 *** Unwort des Jahres 2006 **** Unwort des Jahres 2007 ***** Unwort des Jahres 2008 EndFragment
Andreas Zierhut EndFragment
Astrid Schütz, Betriebsrätin Bauhaus Darmstadt EndFragment
Alles begann in Darmstadt. Im Schwan in Arheilgen. Hier wurde „Betriebsratsverseucht“ im Jahr 2005 zum ersten Mal ausgesprochen, bevor es 2009 über einen Beitrag in einer Monitor-Sendung zu unwortverdächtiger Popularität gelangte.  Die Bilder zeigen zwei Betriebsräte aus dem Bauhaus-Markt Darmstadt, die der Geburt des Unwortes tatsächlich beiwohnten. Die Fotos zeigen also echte, unverfälschte, betriebsratsverseuchte Ursuppe. EndFragment
Andreas Heipp, Betriebsratsvorsitzender Bauhaus Darmstadt EndFragment
Dem Vorwurf einer Lüge begegnet man am besten mit Wahrheit und Aufrichtigkeit.Direkt und unverblümt zeigen sich Chefredakteure/innen der deutschen Medien- und Presselandschaft. Auszug aus der Serie “Unverblümt” Kai Diekmann, Chefredakteur Bild,Dagmar Engel, Chefredakteurin Hauptstadtstudio Deutsche Welle,Dr. Michael Horn, Chefredakteur Darmstädter Echo,Christian Lindner, Chefredakteur Rhein-Zeitung,Sebastian Matthes, Chefredakteur Huffington Post,Jan-Eric Peters, Chefredakteur Welt, Welt am Sonntag und N24,Stefan Plöchinger, Chefredakteur süddeutsche.de,Robert Pölzer, Chefredakteur NEUE REVUE
Stefan Daub“Unverblümt"
Dagmar Engel, Chefredakteurin Hauptstadtstudio, Deutsche Welle "Die Wahrheit liegt nicht im Auge des Betrachters. Die Wahrheit liegt in den Fakten. Die versuchen wir zu finden im Durcheinander von Tatsachen, Möglichkeiten, Behauptungen, Annahmen und Lügen. Es geht um die Wahrheit, so nahe wir ihr nur kommen können, und nicht um die Wiedergabe von allem, was es gibt. Frei nach dem Pulitzerpreisträger David Cay Johnston: Wenn jemand behauptet, die Erde sei eine Scheibe, darf ich doch nicht berichten, die Form der Erde sei umstritten."
Kai Diekmann, Chefredakteur Bild "Dieser Begriff war im 1. Weltkrieg primitive Propaganda.Er war im 2. Weltkrieg primitive Propaganda.Er war es in der DDR. Und er bleibt es."
Pressemitteilung der JuryDas Wort „Lügenpresse“ war bereits im Ersten Weltkrieg ein zentraler Kampfbegriff und diente auch den Nationalsozialisten zur pauschalen Diffamierung unabhängiger Medien. Gerade die Tatsache, dass diese sprachgeschichtliche Aufladung des Ausdrucks einem Großteil derjenigen, die ihn seit dem letzten Jahr als „besorgte Bürger“ skandieren und auf Transparenten tragen, nicht bewusst sein dürfte, macht ihn zu einem besonders perfiden Mittel derjenigen, die ihn gezielt einsetzen. Dass Mediensprache eines kritischen Blicks bedarf und nicht alles, was in der Presse steht, auch wahr ist, steht außer Zweifel. Mit dem Ausdruck „Lügenpresse“ aber werden Medien pauschal diffamiert, weil sich die große Mehrheit ihrer Vertreter bemüht, der gezielt geschürten Angst vor einer vermeintlichen „Islamisierung des Abendlandes“ eine sachliche Darstellung gesellschaftspolitischer Themen und differenzierte Sichtweisen entgegenzusetzen. Eine solche pauschale Verurteilung verhindert fundierte Medienkritik und leistet somit einen Beitrag zur Gefährdung der für die Demokratie so wichtigen Pressefreiheit, deren akute Bedrohung durch Extremismus gerade in diesen Tagen unübersehbar geworden ist.
Unwort des Jahres 2014 “Lügenpresse"
„Hilfe für Bedürftige”Wer am Sozialen Zaun in Darmstadt spendet tut dies anonym, ohne Aufsehen und meist fernab der ö entlichen Wahrnehmung. Hier helfen Menschen nicht um sich für ihre gute Tat vor anderen einen Heiligenschein aufsetzen zu können. Hier geht es um das Helfen an sich, um die Anderen, um die Sache, um das Ehrenamt; darum Gutes zu tun.http://zaun.situation.de/ueber-uns 
„Likes fürs Ego”Wo digitale Selbstdarsteller Altruismus mit Narzissmus verwechseln feiern sich die digitalen Gutmenschen als würden sie sich wirklich für andere interessieren.Wen ich mit welchem Schimpfwort belege bestimme ich auch in Zukunft selber. Ich lasse mir von einem dummdreisten, rechten Teil der Bevölkerung nicht vorschreiben wie ich Sprache zu verwenden habe. 
Stefan Daub
Tiere vertrauen. Ohne Vorurteile. 
Menschen vetrauen nicht. Durch Vorurteile. Statistisch gesehen, ist diese Dame nicht vertrauenswürdig, weil arm, schwarz und arbeitslos. Wie trete ich Ihr gegenüber ?Das Wort Gutmensch kommt durch Vorurteile zustande die Menschen haben, die Hilfsbereiten und Verantwortungsbewussten Naivität oder Realitätsfremde vorwerfen.Ich habe mich mit dem Ursprung des Wortes auseinandergesetzt. Reduziert auf die Natur erfahre ich das Tier ohne Vorurteile, die nicht mit Erfahrungen zu verwechseln sind.Der Mensch nicht. 
Jan Nouki Ehlers
Gutmensch – ohne wenn und aberNach der Silvesternacht in Köln wollten die »Red Devils MC Tuttlingen« in der eigenen Stadt am Busbahnhof Präsenz zeigen und bei Bedarf »ohne wenn und aber« helfen. Das Angebot fand sehr unterschiedliche Zustimmung.Die von der Unwort-Jury neulich gescholtene Presse sah darin gleich den Versuch der Rocker, sich mit diesem Hilfsangebot von ihrem Image als kriminelle Vereinigung reinzuwaschen.Die Polizei steuerte noch die Information bei, dass sie natürlich das Gewaltmonopol inne hat. Bislang seien die Red Devils – und Rocker überhaupt – weder durch Gesetzestreue noch als Hüter von Frauenrechten aufgefallen. Die Sicherheitslage sei derzeit stabil.Die Rocker verwenden den Begri des Gutmenschen eher für die Politiker, die nach Ordnungswidrigkeiten und Straftaten ungeniert weiter in der Ö entlichkeit für die gute Sache stehen wollen. 
Bei der Recherche bin ich prompt in die Vorurteilsfalle getappt, als ich die Meldung entdeckte: »Rocker spielen Beschützer« – und das noch in der scheinbar friedlichen schwäbischen Provinz. Das uneingeschränkte Hilfsangebot der Red Devils ist jedenfalls eine Ansage, an die man sich / jene erinnern wird.Es lohnt sich – wie so oft – zweimal hinzuschauen, und sich dann erst eine eigene Meinung zu bilden. Zu was auch immer.Kleingedrucktes: Um ein weiteres Klischee zu bedienen, haben wir die Fotos am Tuttlinger Busbahnhof natürlich mit »Kutte« gemacht. Ein Narr, wer Böses dabei denkt. Die wenigen tatsächlichen Rundgänge fanden »in Zivil« statt. 
Albrecht Haag
Noch nie sind in so kurzer Zeit aus guten Menschen Gutmenschen geworden. O enbar wird die Aufnahme und Unterstützung von Flüchtlingen von immer mehr Menschen als Gefahr für die eigene Zukunft wahrgenommen. Im Ergebnis werden gute Taten gegenüber Dritten als Bedrohung für den eigenen Wohlstand empfunden. Aus guter Hilfe wird etwas Schlechtes und der Gutmensch ist geboren.Unter diesem Eindruck kann sogar die eher nüchterne Situation der Registrierung eines Flüchtlings als gefährlich und in gewisser Weise sogar als naives Handeln der Gutmenschen betrachtet werden.Tatsächlich wird dieser Moment für die meisten Flüchtlinge mit Erleichterung verbunden sein – auch wenn Sie sich genau jetzt in eher nüchterner Umgebung, mit vielen bürokratischen Hürden und vielgestaltigen Problemen konfrontiert wieder nden. Eine Situation die man im Normalfall nicht als besonders schön emp nden würde. Aber auch das ist eine Frage des Blickwinkels. Wer über mehrere Wochen zu Fuß und im Schlauchboot unterwegs war und nicht selten unter Lebensgefahr die Heimat verlassen hat, der emp ndet diesen Moment mit Sicherheit als Erleichterung. 
Jens Mangelsen
Aus einem ganz anderen Blickwinkel wird aus diesem Moment ein unüberlegtes und viel zu großes Geschenk an einen unbekannten Menschen – einen Menschen, der dies eventuell gar nicht würdigt oder sich aus rein wirtschaftlichen Gründen auf den Weg nach Deutschland gemacht hat. In beiden Fällen scheint es vielen Menschen inzwischen sehr leicht zu fallen, Hilfe und Schutz zu verweigern.Im selben Atemzug werden alle diejenigen, die sich nicht aus der Verantwortung ziehen und helfen – ungeachtet ob sie dies blauäugig, kop os und um Aufmerksamkeit heischend oder mit Augenmaß, Sinn und Verstand tun – undi erenziert als Gutmensch bezeichnet.Dann halt Gutmensch! 
Bei anderen Bürgern schürt die Ankunft so vieler Menschen die Angst vor Überfremdung und des Verlusts der eigenen Kultur. Diese Ängste machen sich faschistische Demagogen zunutze, die letztlich nichts anderes wollen als ISIS und die, wenn sie könnten, mit den gleichen Methoden vorgehen würden.Ich ho e sehr, dass die Bürger unseres Landes aufmerksam und wehrhaft gegen diejenigen bleiben, die unsere Errungenschaften, unseren Staat, die Demokratie und die Rechte des Einzelnen di amieren und abscha en wollen, gleich ob ISIS oder Faschisten. 
Manfred Nerlich
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Allgemeine Erklärung der MenschenrechteUnter dem Eindruck der Katastrophen der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts verkündeten die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 in Paris die UN Menschenrechtscharta. Die Erklärung drückt die Überzeugung aus, dass jeder Mensch mit grundlegenden Rechten ausgestattet ist, ohne Unterschied etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand und unabhängig davon, in welchem rechtlichen Verhältnis er zu dem Land steht, in demer sich aufhält.Die Terrorgruppe ISIS knüpft mit ihren Gräueltaten, Gewaltexzessen und der Verneinung persönlicher Rechte nahtlos an Regime wie das der Nazis an. Menschen iehen, um ihr nacktes Leben zu retten. In Deutschland gibt es viele, die das Vorgehen der ISIS zutiefst entsetzt. Sie wollen diesen Flüchtlingen aus humanitären Gründen helfen. 
Zerai Kiros Abraham, 39kam im Alter von 13 Jahren als Flüchtling aus Eritrea und brauchte viele Jahre bis er sich endlich in Deutschland integriert fühlte. Der Wendepunkt kam zu der Zeit, als er wahrnahm, wie viel Gutes ihm in Deutschland entgegengebracht wurde.Seitdem widmet er seine Energie und Zeit gemeinnützigen Projekten. 2015 verschenkte er unter dem Synonym HannsM in Frankfurt a.M. Geld, um auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam zu machen. Außerdem gründete er das soziale Startup „UBUNTU HAUS“ in Frankfurt. Dort entsteht ein Ort der Begegnung, an dem mit Projekten und Ausstellungen eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen, Generationen und Sprachen geschlagen werden soll.„Ubuntu“ kommt aus der Zulu-Sprache und bedeutet Menschlichkeit, Warm- herzigkeit und gemeinsames Miteinander.Beide Personen glauben an das „Gute“ im Menschen und kämpfen füreinen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer lebenswerteren Zukunft. Menschen, denen nichts an einer Veränderung der sozialen Verhältnisse liegt, mögen Harald Welzer und Zerai Kiros Abraham „Gutmenschen“ nennen; für mich sind sie mutige Vordenker und Vorreiter. 
Harald Welzer, 57Professor für Soziologie und Sozialpsychologie Autor des Buches „Selbst denken - Eine Anleitung zum Widerstand“ Gründer der Stiftung FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit Herausgeber des FUTURZWEI Zukunftsalmanach - Geschichten vom guten Umgang mit der Welt Initiator des deutschlandweiten Diskussionsforums „Die o ene Gesellschaft“Harald Welzer: »Ich glaube, dass dieser Kampfbegri „GUTMENSCH“ darauf basiert, dass es in einer Gesellschaft Menschen gibt, die sagen: „Das was hier der Normalzustand ist, den halten wir für veränderungsbedürftig und wir setzen uns dafür ein, dass er verändert wird.“ Das ist natürlich in gewisser Weise ein Angri auf diejenigen, die entweder zu ängstlich oder zu bequem oder zu faul oder zu doof sind, Dinge zu verändern.« 
Rahel Welsen
Es ist gerade erschreckend einfach, sich von der aggressiven Stimmung in Deutschland und Europa mitreißen zu lassen. Man muss gar nicht mehr zum Nazi werden, es gibt reichlich Alternativen. Der Fremdenhass ist mitten in der Gesellschaft angekommen. 
Menschen in Not zu helfen, macht einen nicht gleich zum „Gutmenschen“, der blind und wahllos Liebe verteilt. Die meisten Helfer sind sich durchaus bewusst, dass es auch unter den Flüchtlingen – wie in jeder Gesellschaft – schwarze Schafe gibt.Die Leute kommen nach Deutschland - nicht weil sie Spaß daran haben, ihr Leben auf dem Weg zu uns aufs Spiel zu setzen, sondern weil sie in ihrer Heimat noch weniger Überlebenschancen haben. Es ist menschlich, sich in Sicherheit bringen zu wollen. Auch wenn es uns heute kaum vorstellbar erscheint: bräche in Europa Krieg aus, würden Millionen von uns versuchen, diesem zu ent iehen. Wir wären froh, in der Fremde nicht mit Hass und Ablehnung empfangen zu werden. Und wir wären dort auf genau die Hilfe angewiesen, die unsere Gutmenschen hier leisten.
Andreas Zierhut
„DIESE Naivität ist cool“Solange die Menschen in Syrien, Afghanistan oder Eritrea bleiben, ist es leicht zu sehen, dass ihre Lebensumstände dort unbeschreiblich bitter sind. Aber dann, wenn sie sich aufmachen ihr Leben zu retten, wenn sie ihr Land verlassen (und damit zwangsläu g in ein anderes gehen), mutieren sie von bedauernswerten Opfern zum Problem. Zu nichts als einer gewaltigen Zahl, die es zu reduzieren gilt. Und wer das anders sieht trägt eine rosa Brille?Auch durch die rosa Brille betrachtet, bleibt die Lebenswirklichkeit von Millionen Flüchtlingen, was sie ohne Brille ist: desolat. Wenn es naiv ist, sich für Menschen, die vor Krieg und Hunger iehen, verantwortlich zu fühlen – dann nde ich Naivität super.Und wenn Hilfsbereitschaft weltfremd ist, dann ist Weltfremdheit cool.